Gefragt von:
borderliner84
in
Vertragsrecht
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542 Tage her
borderliner84's Antworten
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin sehr verzweifelt, ich habe heute die Ablehnung meines Antrages auf Leistung wegen Berufsunfähig bekommen, und weis nun keinen Rat mehr. Ich habe mich informiert und bin dabei auf Ihre Seite gestoßen und hoffe nun auf Ihre Hilfe.
Ich würde Euch gerne mal kurz denn Sachverhalt erklären und hoffe Ihr könnt mir sagen ob ich überhaupt eine Chance habe oder was ich nun tun soll.
Also meine Mutter hat für mich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen mit Versicherungsbeginn zum 11.2001.
Sie hat alle erforderlichen Gesundheitsangaben nach bestem Wissen und Gewissen wahrheitsgemäß geantwortet.
Nun bin ich im März 2010 aus Psychischen Gründen Berufsunfähig geworden. Dies habe ich auch von meiner Psychologin bestätigt bekommen.
Auszug aus der Bescheinigung von 04.2010
-schwere kombinierte Persönlichkeitsstörung
-Zwangsstörung
Tätigkeiten: - tägliche weniger als 3Std.
Voraussichtlich bis zu 6 Monaten
Wahrscheinlich muss von dauerhafter Leistungseinschränkung ausgegangen werden.
Auszug Ende.
Ich befinde mich erst seit Januar 2010 in Behandlung, und habe auch vorher wegen dieser Erkrankung keine Arzt Besuche oder Ähnliches gehabt. Erst im Januar 2010 habe ich mir Hilfe bei Fachärzten gesucht, und musste dort auch mitteilen seit wann es mir so geht, ich konnte es nicht mehr genau sagen also habe ich geschätzt und gesagt „ seit ca. 8-10 Jahren“ und das ich mich mit ca. 15 Jahren das erste mal geritzt habe.
Dezember 2009 war ich einmal bei meinem Hausarzt weil ich schlecht einschlafen konnte, mehr war es nicht.
Nun beruft sich meine Versicherung auf:
Auszug aus der Ablehnung: arglistige Täuschung nach §22 Versicherungsvertraggesetz (VVG) in Verbindung mit § 123 BGB, mit Folge, das die Versicherung von Anfang an als nichtig anzusehen ist.
Auszug der Ablehnung:
1. 06.2001 wurden sie im xxxx xxx Klinikum wegen Drogeningestion behandelt(nur über nacht musste ich dort bleiben). 2. Zudem befanden sie sich dort vom 05.2001 wegen eines Abortus incompletes in stationärer Behandlung
Auszug Ende.
Zu Punkt 1, das war eine Jugendsünde wie sie fast jeder Teenager schon einmal getan hat! Ich war ja noch jung.
Zu Punkt 2, da habe ich eine Fehlgeburt gehabt, und keine erhebliche Krankheit die von Bedeutung für eine Versicherung wäre. Dachte meine Mutter.
Sie gab jedoch die beiden Krankenhausaufenthalte beim Makler an, dieser vermerkte es wahrscheinlich nicht, meine Mutter unterschrieb denn Vertrag im Vertrauen ohne ihn noch einmal zu lesen.
Heute erhielt ich ein schreiben meiner Ärztin das es für mich zum damaligen Zeitpunkt (vor dem vertrag 2001) als ich 15jahre war, noch nicht erkennbar war was mit mir los ist, falls die Störung da überhaupt schon bestand.
Auszug der Ablehnung:
Im Rahmen unserer Leistungsprüfung wurden uns einige vorvertragliche Auffälligkeiten bekannt. So ist dem Bericht von Herrn Dr. xxxx xxx 12.2009 zu entnehmen, dass Sie an hypotonen Regulationsstörungen, an einer reaktiven Depressionen und Schlafstörungen leiden und diese Symptomatik bereits seit ca. 10 Jahren besteht.
Fernen teilte uns Frau Dr. xxxx xxx in Ihrem Bericht vom 06.2010 mit, dass Sie sich bereits seit ca. dem 15. Lebensjahr ritzen.
Auszug Ende.
Wie oben schon berichtet, war die Zeitangabe nicht vom Arzt angegeben seit wann ich dort in Behandlung bin sonder von mir seit wann es mir so schlecht geht.
Als ich mir Hilfe bei Fachärzten suchte wurde ich gefragt seit wann diese Symptomatik besteht, bzw. seit wann ich mich so schlecht fühle. Dies konnte ich jedoch nicht mehr genau sagen also habe ich geschätzt und gesagt „ seit ca. 8-10 Jahren“ meine Ärzte wollten wissen ob ich mich daran erinnern kann wann ich mich das erste mal geritzt habe ich sagte mit ca. 15 Jahren das erste mal ungefähr.
Ich weis mir nun absolut keinen Rat mehr.
Wie man einen Wiederspruch schreib weis ich leider auch nicht.
Durch meine Erkrankung (Borderline)und Anhand der ganzen Umstände mit der Versicherung geht es mir gesundheitlich auch immer schlechter, ich habe keine Kraft mehr mich selber zu vertreten und um mein Recht zu kämpfen.
Ich möchte nur das die Versicherung Ihre Zahlungen leistet so wie in dem Vertrag beschrieben, ich hab ja auch immer meine Beiträge gezahlt.
Erst dann kann ich denn Kampf gegen meine Erkrankung in Angriff nehmen.
Ich bin völlig am Ende weil ich nicht mehr weis wie es weiter gehen soll, ich bin Mutter von drei Kinder und brauche meine Kraft um mit Ärztlicher Hilfe wieder gesund zu werden, wenn dann noch diese Finanziellen Probleme dazu kommen hilft mir das nicht weiter.
Ich bzw. meine Mutter hat der Versicherung nichts verschwiegen sie hat alles wahrheitsgemäß angegeben und auch nichts absichtlich verschwiegen, noch dazu ist mein Vater Frührentner daher weis sie ja das Versicherungen immer alles ganz genau prüfen.
Ihr wurde ja auch zum Vertragsabschluss mitgeteilt das im Falle einer Schadensregulierung (ich weis nicht ob das so heißt) alles geprüft wird.
Ich hoffe Sie können mir helfen, und Tipps geben was ich nun tun soll.
Mit freundlichem Gruß
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542 Tage her |
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